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Wo wollen wir hin?

Unsere Vision

Ein Bild davon, wie Landschaft und Zusammenleben in ein paar Jahrzehnten aussehen könnten. Ein Ziel, kein Versprechen.

Landschaft

Eine Sippenlandschaft

Wir stellen uns eine offene, lichte Landschaft vor: Waldgärten, Baumgruppen, Hecken und Lichtungen, ein bisschen wie eine Savanne mit Nussbäumen. Darin leben kleine Gemeinschaften, die wir Sippen nennen, jeweils mit ihren eigenen Flächen und eng mit den Nachbarn verbunden.

Die Idee dahinter: Allein von und mit dem Land zu leben ist schwer. Wenn sich aber mehrere Menschen die Arbeit teilen, ihre Fähigkeiten zusammenlegen und sich gegenseitig aushelfen, wird es leichter und schöner. Grundnahrung kommt dann vor allem von langlebigen Bäumen wie Esskastanie und Walnuss, die einmal gepflanzt viele Jahrzehnte tragen können.

Gemalte Szene einer Gemeinschaft im Waldgarten: Jurten und Lehmhäuser mit Gründach, Menschen kochen am Feuer, machen Musik und tragen Körbe mit Ernte, Kinder spielen, im Hintergrund ein Fluss und Wald.
So könnte gemeinsames Leben in einer Sippenlandschaft eines Tages aussehen. Eine Illustration, kein Foto.
Miteinander

Zusammenschaft

Mit Zusammenschaft meinen wir die Art, wie wir miteinander umgehen wollen: kooperieren statt konkurrieren, teilen statt horten, helfen ohne aufzurechnen. Je besser es den anderen geht, desto besser funktioniert das ganze System, von dem alle leben.

Dazu gehört auch, Konflikte ernst zu nehmen. Wir arbeiten mit Methoden wie der Gewaltfreien Kommunikation und dem Systemischen Konsensieren, und wenn wir nicht weiterkommen, holen wir uns Hilfe von außen. Konflikte sehen wir als Teil des Zusammenlebens, an dem man wachsen kann.

„Es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen.“ Kinder sollen bei uns viele verlässliche Bezugspersonen haben und ganz nebenbei lernen, wie man Nahrung anbaut, Holz verarbeitet und Wasser sammelt.

Wohnen

Jurten und einfache Häuser

Wohnen stellen wir uns einfach und leicht vor: Jurten, Rundhäuser oder kleine Blockhäuser, zum Teil aus Holz von den eigenen Flächen. Wärme aus Holzhäckseln, Wasser vom Dach, möglichst unabhängig von großen Netzen.

Ehrlich gesagt: Das Baurecht in Deutschland macht genau das schwer. Wohnen im Außenbereich ist nur in engen Grenzen erlaubt. Wir prüfen gerade, welche Wege es legal gibt, und gehen dabei Schritt für Schritt vor.

Natur

Raum für Rehe, Elche und Fasane

Das Geweih in unserem Logo steht für die Wildtiere. Eine Landschaft mit Hecken, Waldrändern, Totholz und vielen verschiedenen Pflanzen bietet Nahrung und Deckung für weit mehr Arten als ein Kiefernforst oder ein großer Acker.

Rehe nutzen solche Ränder schon heute. Elche wandern immer wieder aus Polen nach Brandenburg ein, bleiben aber bisher selten. Fasane und viele Feldvögel brauchen genau die Hecken und Säume, die in der ausgeräumten Agrarlandschaft fehlen. Wir können nicht versprechen, wer kommt. Aber wir können Platz schaffen.

Natürlich heißt das auch: Junge Bäume müssen geschützt werden, sonst frisst das Wild sie auf. Zusammenleben mit Wildtieren ist eine Gestaltungsaufgabe, keine Romantik.

Maßstab

Hektar für Hektar

Heute bewirtschaften wir rund 1,7 Hektar. Das ist ein Anfang. Langfristig wollen wir Acker und Forst hektarweise umgestalten, erst als Modellflächen, dann so groß, dass Gemeinschaften wirklich davon leben können.

Dafür brauchen wir Flächen. Wenn du Land hast, das wieder lebendig werden soll, oder Menschen kennst, die so jemanden suchen: Wir freuen uns über jede Nachricht.

Du hast Land und weißt nicht, wohin damit?

Wir suchen Acker, Wald und Wiesen, die wieder lebendig werden wollen. Ob pachten, gemeinsam bewirtschaften oder einfach erst mal reden: Schreib uns, wir melden uns.